TSV Dithmarschen e.V. / Tierheim Tensbüttel
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M E R K B L A T T

Informationen zur Haltung verschiedener Nutztierarten in der kalten Jahreszeit ( alle Informationen sind entnommen aus: Das Buch vom Tierschutz, Hrsg. H.H. Sambraus und A. Steiger, Enke – Verlag, Stuttgart 1997) :

 

  1.  Das Rind

Das Wärmebedürfnis von Rindern wird häufig überschätzt. Der Behaglichkeitsbereich erwachsener Rinder liegt zwischen 0° C und 20° C. Die kritischen Temperaturen sind bei 

- 10° C ( und + 25° C ) erreicht. Bei Temperaturen darunter (und darüber) leiden die Tiere.

Rinder und besonders Kälber  müssen allerdings bei Regen, Temperaturen um 0 ° C und starkem Wind eine Schutzmöglichkeit haben, um vor Niederschlägen sowie Zugluft geschützt zu sein. Einzelnstehende Bäume, ein Waldrand oder eine Hecke reichen in der Regel nicht aus. Angemessen ist eine Schutzhütte, wobei die einfachste Bauweise mit Offenfront genügt.

Es muss zudem bei Frost darauf geachtet werden, dass besonders die Milchkühe ihren hohen Trinkwasserbedarf (zwischen 30  u. 50 Liter) decken können und die Tiere mit ausreichend Futter (z.B. Heu) versorgt sind.

 

  1. Das Schaf

Bei Schafen ist eine ganzjährige Haltung im Stall wenig verbreitet. Bei einer Koppel- oder Hütehaltung der Schafe werden die Tiere im Winter im Stall gehalten. Dafür sollten 100 – 120 Winterstalltage eingeplant sein. Ist das nicht der Fall, sollen sie nachts in den Stall gebracht oder aber gepfercht werden. Wenn der Zeitraum nicht zu lang ist, ist Pferchen angebracht, da sich auch freilebende Schafe nachts aus Gründen der Feinderkennung und – abwehr sowie der Wärmeregulation zusammendrängen. 

Schafe stellen an das Stallklima keine hohen Ansprüche, nur gegen feuchte Wärme sind sie empfindlich. Die Ställe müssen kühl und luftig sein. Dabei sind Temperaturen von 8 bis 10° C in der Regel günstig.

Werden die Tiere draußen gehalten, so müssen im Winter Maßnahmen gegen das Einfrieren des Trinkwassers (pro Schaf ca. 5 bis 10 Liter) getroffen werden.

Für die Fütterung muss auf die Sicherstellung von Winterfutterflächen  sowie die Winterfuttergewinnung geachtet werden.

Bei der Schafsschur muss zudem darauf geachtet werden, dass diese nicht in die kälteste Zeit des Jahres fällt.

Sehr wichtig ist zudem, dass die Tiere mindestens einmal am Tag kontrolliert werden, um Verletzungen oder Ähnliches möglichst schnell zu entdecken und zu versorgen. Z. B. müssen Tiere im Freien, die sich hinter Hecken oder Büschen aufhalten, genau kontrolliert werden. Sehr anfällig sind die Tiere zudem auf feuchten Flächen, da sie sich oft nur unter größter Anstrengung ohne Hilfe wieder aufrichten können, falls sie umgefallen sind. Ursache ist hier das oft sehr dicke Wollkleid, das das Wasser aufsaugt (Anmerkung der Verfasserin).

  1. Das Schwein

Hausschweine kennen natürliche Verhaltensweisen, um sich gegen

Kälte (oder Hitze) zu schützen. Z.B. bei Kälte liegen sie in Körperkontakt beieinander im Nest (bei Hitze suchen sie kühle und feuchte Orte auf). Es ist deshalb möglich, Schweine in Kaltställen zu halten. Unerlässlich ist dann aber, dass die Ställe

Strohnester und Abkühlflächen aufweisen, damit die Schweine extremen Temperaturen nicht schutzlos ausgeliefert sind.

Allgemein ist zu sagen, dass Schweine immer fachgerecht betreut werden müssen. So können kritische Situationen, die die Anpassungsfähigkeit der Schweine überfordern könnten, durch eine fachgerechte Betreuung beseitigt werden.

Zudem ist es selbstverständlich, dass die Schweine immer Zugang zum Wasser haben.

Gesetzlich ist festgelegt, dass sichergestellt sein muss, dass Luftzirkulation, Staubgehalt, Luftfeuchte und Gaskonzentration im Stall in einem Bereich gehalten werden, der die Gesundheit der Schweine nicht nachhaltig beeinflusst. Allgemein ist festgelegt (P.9, Schweinehaltungsverordnung), dass Räume, in denen Tiere gehalten werden, so gebaut, betrieben und gelüftet werden müssen, dass ein den Tieren angepasstes Klima erreicht wird.

 

4.    Das Pferd

Allgemein ist es wichtig, dass dem Pferd immer ein Auslauf zur       Verfügung steht, der ganzjährig genutzt werden kann. Daher sind sie zu befestigen, um Morastbildung zu verhindern.

Hinsichtlich der Bewegungsmöglichkeiten, aber auch der Anregung zur Bewegung, ist Auslaufhaltung in Gruppen als die pferdegerechteste Haltungsform zu bewerten.

Pferde können bei entsprechender Gewöhnung schadlos große Temperaturschwankungen vertragen. Keinesfalls dürfen sie nassgeschwitzt bewegungslos herumstehen.

Die Weidehaltung ist eine naturnahe Haltungsumgebung für Pferde, die auch ohne Stall das ganze Jahr über geeignet ist, wenn nachstehende Bedingungen erfüllt sind:

·         Ausreichende Flächengröße zur Sicherstellung von Futtergrundlage und Bewegung

·         Ausreichend Trinkwasser zur Sicherstellung der Wasserversorgung

·         Ausreichender Witterungsschutz über alle Jahreszeiten zur Sicherstellung der Schadensvermeidung bei ungünstigem Wetter

·         Teilbereiche mit rauen Oberflächen für die Fortbewegung zur Sicherstellung der Hufgesundheit

·         Artgemäße Strukturierung der Fläche zur Sicherstellung arttypischen Verhaltens, wie Hautpflege, Sichtschutz gegenüber Ranghohen, usw.

Falls kein natürlicher Witterungsschutz in Form von Baum- oder Buschgruppen vorhanden ist, muss ein geeigneter künstlicher zur Verfügung stehen. Ein Dach und mindestens zwei Wände gegen die Wetterseite sind die Grundvoraussetzung; zudem muss die Entstehung von Zugluft vermieden werden. Das gilt ebenso für die Feuchte.

 

Sollten die Tiere nicht verhaltensgerecht untergebracht sein, so bedeutet dieses eine Zuwiderhandlung gegen P. 2 des deutschen Tierschutzgesetzes (genauere Informationen können im „Buch vom Tierschutz“, s.o., nachgelesen werden).

  Verfasserin: Elke Böhmer, Tierschutzverein Dithmarschen e.V.

 


Tierschutzverein Dithmarschen e.V. | tierschutzverein.dithmarschen@online.de