TSV Dithmarschen e.V. / Tierheim Tensbüttel
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M E R K B L A T T - Hund

Informationen zur Haltung von Hunden

(alle Informationen sind auszugsweise entnommen aus: Das Buch vom Tierschutz, Hrsg. H.H. Sambraus und A. Steiger, Enke-Verlag, Stuttgart 1997)

  1. Der Hund 

 

    • Welpenaufzucht: In der Zeit von der 3. bis zur 16. Lebenswoche sind die Hundewelpen besonders sensibel gegenüber ihrer sozialen Umwelt und in ihrer Kommunikation mit dieser. In dieser wichtigen Zeit, die man auch Sozialisierungsphase nennt, werden soziale Verhaltensmuster sehr schnell von den Welpen erlernt. Sie sind jetzt besonders empfänglich für bestimmte Lernerfahrungen, die in dieser Phase auch einprägsamer gelernt werden als zu anderen Zeiten. Es ist die Zeit, in der die Hunde bevorzugt Bindungen einzugehen vermögen. Von daher ist es wichtig, dass gerade in dieser Zeitspanne auf eine hundegerechte Aufzucht geachtet wird. Um die 7. Lebenswoche herum erreicht die besonders sensible Prägungsphase ihren Höhepunkt. Vor und in diesem Alter sind der Kontakt zu den Geschwistern und das soziale Lernen im Spiel besonders wichtig. Daher sollen junge Hunde nicht vor dem Alter von 8 Wochen abgegeben werden – einen guten Abgabetermin stellt besonders die 10. Lebenswoche dar. Um Hunde in artgerechter Weise sozialisieren zu können, bedarf es mindestens einer festen Bezugsperson; auch muss darauf geachtet werden, dass der junge Hund eine gute Umweltprägung erfährt, um sich später unproblematisch an wechselnde Lebensumstände anpassen zu können, um die Entwicklung von sogenannten „gefährlichen Hunden“ zu verhindern. Zudem soll darauf gedrungen werden, dass der /die TierhalterIn sich aktiv und regelmäßig mit seinem/ihrem Vierbeiner beschäftigt.  
    • DominanzverhaltenHunde zeigen ein Dominanzverhalten und fügen sich normalerweise in hierarchische Strukturen – so auch in die einer Familie – ein. Jedoch suchen Hunde klare Rangordnungsverhältnisse bzw. schaffen diese. Schon von der Mutterhündin werden sie - zunehmend ab der 5./6. Woche – in ihre hierarchischen Grenzen verwiesen.

·         Erziehung:  Wird der Junghund nun nicht erzogen, sondern wird er der verzärtelte Familienmittelpunkt, „der alles darf“, so arbeitet er sich zwangsläufig an die Spitze der Familienrangordnung , was beim erwachsenen Hund, der sich dann plötzlichen Erziehungsversuchen seitens der Menschen konfrontiert sieht, zu aggressiven Verhaltensweisen und zu einem erheblichen Gefährdungspotential führen kann. Somit sollte sich ein Züchter immer vergewissern, ob der neue Besitzer die nötigen Kenntnisse und Voraussetzungen hat, einen Hund zu halten und mit ihm umzugehen. Die Erziehung und Ausbildung von Haushunden sollte möglichst auf verhaltensbiologischen Erkenntnissen basieren.  Um tiergerechtes soziales Lernen unter Artgenossen auch nach der Trennung von den Geschwistern zu gewährleisten, wird u.a. auf die Möglichkeit der Welpenspieltage in Gruppen mit möglichst gleichaltrigen Hunden verwiesen. Auch sollte klar sein, dass die Erziehung und Ausbildung nicht mit Schmerzen oder dem Erzeugen von Ängsten einhergehen darf.

·         Hundehalter müssen ihre Hunde jedoch konseguent dominieren und in der Lage sein, für den Hund die klaren Rangverhältnisse zu schaffen, der er braucht, ja geradezu sucht. Die Bereitschaft zu aggressivem Verhalten in sozialen Auseinandersetzungen und als Mittel der Verteidigung gehört zum Hundeverhalten. Hunde müssen und können jedoch sehr wohl lernen, dass aggressives Verhalten Menschen gegenüber nicht erlaubt ist. Die Autorität seines Halters/seiner Halterin sind daher unabdingbar, sollte aber hundetypischen Ausdrucksformen ähneln (z.B. das Über-die-Schnauze-fassen des ranghöheren Hundes zur Rangeinweisung eines untergeordneten Hundes). 

·         Auslauf/Bewegungsbedürfnis: Unter anderem sind hier die rassespezifischen Unterschiede zu beachten: ausgesprochene Laufhunderassen benötigen natürlich weit mehr Auslauf als etwa kleine Hunde wie z.B. Zwergpinscher. Aber auch diese benötigen auf jeden Fall einen regelmäßigen Auslauf im Freien. Zwei bis vier Stunden Bewegung pro Tag sollten einem Hund zugestanden werden; dabei sollte der Hund auf jeden Fall auch die Möglichkeit erhalten, in Ruhe die verschiedenen Umweltreize, z.B. in Form des Schnüffelns, aufnehmen zu können.

·         Haltungsbedingungen: Im Entwurf zur „Verordnung über das Halten von Hunden“ wird herausgestellt, dass die Integration eines Hundes in eine Familie grundsätzlich jeder anderen Haltung vorzuziehen ist. Auch wenn hier nicht konsequent die Zwinger- sowie die Anbindehaltung verboten wird, werden diese beiden Haltungsformen sehr kritisch gesehen, da sich durch diese Haltungsformen nachhaltige Störungen beim Hund entwickeln. Auch sollte der Hund nur dort an der Leine gehalten werden, wo es z.B. durch die Nähe eines Kinderspielplatzes oder aber in Großstädten zwingend angebracht und vorgeschrieben ist. Eine ständige Leinenhaltung beschneidet den Hund u.a. auf Dauer seiner sozialen Kontakte sowie der Möglichkeit zum artgerechten Auslauf.

·         Trinken und Fressen: Frisches Wasser muss für den Hund stets verfügbar sein. Welpen müssen ab der 3./4. Woche zugefüttert werden (Genauere Informationen sind nachzulesen). Die Fütterungen sollten immer zu festen Zeiten erfolgen. Nach der Fütterung muss Ruhezeit zur Verdauung des Futters sichergestellt sein. Zusammenstellung des Futters: etwa zu 2/3 aus Fleisch (z.B. Muskulatur, gekocht oder roh, Herz, Niere, ab und zu etwas Leber, gemischt mit etwas Euter oder Pansen)  und 1/3 aus Beifutter (z.B. spezielle Hundeflocken, Nudeln, o.ä.). Wichtig ist auch das Füttern von Innereien, hingegen ist das reine Füttern von Muskelfleisch nicht artgerecht und führt zu Ernährungsmängeln. Das Abknabbern von größeren Knochen zur Kräftigung des Gebisses ist wichtig. Eine häufige Gabe von Süßigkeiten oder gewürzten Speisen entspricht nicht den Bedürfnissen des Hundes und verursacht zudem gesundheitliche Schäden. 

Verfasserin: Elke Böhmer, Tierschutzverein Dithmarschen e.V.

M E R K B L A T T - Katze

Informationen zur Haltung von Katzen

(alle Informationen sind entnommen aus: Das Buch vom Tierschutz, Hrsg.: H.H.Sambraus und A. Steiger, Enke – Verlag, Stuttgart 1997):

Heimtier und Nutztier

Als Schmusetier, als Sozialpartnerin, als Naturwesen und als Statussymbol ist die Katze in der westlich industrialisierten Welt das beliebteste und häufigste Heimtier. Besonders in den Städten ist die Katze beliebt, weil man sie auch als reines Wohnungstier halten kann und sie daher nicht ausgeführt werden muss. Hier leidet die Katze zuweilen unter den wenig naturnahen Lebensumständen, unter häufig nicht tiergerechter Haltung und dem Hang der BesitzerInnen zur Vermenschlichung des Tieres.

Neben der Funktion als Heimtier dient die Katze auch als Nutztier , z. B. auf Bauernhöfen, um u.a. die Anzahl der Mäuse gering zu halten. In diesem Bereich  werden die Tiere aus mangelnder Kenntnis oft unzureichend oder gar nicht gefüttert und sind außerdem oft medizinisch unterversorgt.

Zudem werden die Katzen in der biomedizinischen Forschung schon seit langem als Versuchstier benutzt. Die Belastung durch die Versuche kann zum Teil sehr – oder zu - groß sein.

Raubtier und „süße Katze„

Problematisch ist für viele Menschen sicher, dass die Katze eigentlich ein Raubtier ist und häufig Kleintiere jagt. Wenn sie satt ist, spielt sie dann auch noch häufig mit ihrer Beute, was vermenschlicht als Quälerei betrachtet wird und viele Menschen Vorbehalte gegen Katzen entwickeln lässt.

Als Sozialpartnerin wirkt die zutrauliche Katze auf viele Menschen jedoch nicht als gefährliches Raubtier, sondern spendet ihnen fehlende Lebensqualität.

Haltung

Unabhängig vom Menschen lebende Katzen bedürfen keiner Haltungsempfehlungen. Hier sollte jedoch versucht werden, den Bestand dieser Katzen z.B. durch Kastrationen zu regeln.

Um Heimkatzen vor Langeweile zu bewahren, sollte grundsätzlich eine Gruppenhaltung  (ab zwei Katzen) bevorzugt werden. Besonders gut geht dieses mit sozialen und zutraulichen Katzen. Solche Tiere entwickeln sich, indem mindestens zwei Jungkätzchen pro Wurf aufwachsen, die während 8 bis 12 Wochen vielfältige Sozialkontakte unterhalten: mit der Mutter, mit Geschwistern, mit weiteren Katzen und mit verschiedenen Menschen, die sich freundlich und altersentsprechend mit den Kätzchen beschäftigen. Die soziale Grundeinstellung gegenüber Menschen ist bereits mit 7 Wochen fixiert.

Freilaufende Katzen (vor allem diejenigen mit einem Schleusensystem für Ein- und Ausgang) können ihr Leben mehr oder weniger selbst gestalten und mögliche Defizite zum Teil außerhäusig ausgleichen.

Anders ist es bei „Wohnungskatzen„ , die auf Wohnung oder Haus beschränkt sind. Ihr Lebensraum ist kleiner und die Erlebniswelt ist geschmälert, besonders die Sinnesleistungen und das Sozialleben betreffend. Zur Vorbeugung gegen Langeweile  ist das Halten von zwei sozialen Katzen dringend zu empfehlen. Auch sollten mindestens zwei Räume zur Verfügung stehen, weil so nicht alles gleichzeitig überschaubar ist und auch altbekannte Dinge neu entdeckt werden. Folgende Einrichtung ist nötig: ein ungestörter Schlafplatz (den die Katze gern selbst auswählt) , ein erhöhter Aussichts- und Sonnenplatz, zwei Katzenkistchen zur getrennten Kot- und Urinabgabe, ein Kratz- und Kletterbaum, Spielzeug (Schachteln und Papiertüten zur Erkundung, Bälle und Kunstmäuse für Jagd- und Bewegungsspiele).

Je reizärmer das Umfeld ist, desto mehr müssen sich die Besitzer mit der Katze beschäftigen!  

Im Übrigen lassen sich Katzen jedoch nicht wie Hunde sozial unterwerfen, sondern wollen „überzeugt„ werden. Dies gelingt natürlich nicht mit übermäßig strengem Verhalten!

Fütterung

Es gibt heutzutage vielfältige katzengerechte Nahrungsmittel. Wichtig ist: eine rein vegetarische Ernährung ist ausgeschlossen!

Trocken- und Nassfutter sind gleichwertig, dabei enthält Nassfutter schon einen Großteil des Flüssigkeitsbedarfes einer Katze. Dass Trinkwasser bereitstehen sollte, ist immer selbstverständlich. Kuhmilch ist kein Getränk für Katzen – viele bekommen Durchfall davon.

Pflege

Wichtig sind ein regelmäßiger Tierarztbesuch, regelmäßige Impfungen sowie Wurmkuren  und ein regelmäßiger Schutz gegen Flohbefall, da sie bei der Übertragung von Bandwürmern eine große Rolle spielen.

Verfasserin: Elke Böhmer, Tierschutzverein Dithmarschen e.V.

 

 


Tierschutzverein Dithmarschen e.V. | tierschutzverein.dithmarschen@online.de